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Überschrift ist weder Metapher noch Angeberei. Denn in Stiefern sitzt mit Peter Klitsch ein renommierter Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus – und für viele zuletzt fast ein zu stiller. Er kennt das Leben, die Welt und das Abenteuer, aber er ist kein autobiographischer, anbiedernder Nacherzähler, sondern ein „Übersetzer“ mit Tiefgang: Das Phantastische und das Schöpferische an seinem Realismus besteht in der Verfremdung der Realität – in der individuellen Deutung, die konsequenterweise jede Menge Versatzstücke ins Spiel bringt. Hierzu muss man auch intellektuell ein Kosmopolit sein, und die Einstufung des Meisters als „Märchenerzähler“ oder „Träumer“ ist wohl gar zu oberflächlich. Ein gutes Gegenargument ist der hohe Respekt, der Peter Klitsch im „realen“ Dorfleben zuteil wird: Das treffliche Etikett für den 1100-Jahr-Jubiläumswein von Stiefern, „Vinum Iosephi“, konnte gar kein anderer entwerfen als „der Professor Klitsch“. Seine breit gefächerten Arbeitstechniken (Aquarell, Zeichnung, Radierung, Lithographie, Ölmalerei, Glaskunst) spiegeln und bestätigen seinen weiten Horizont. Und die meisterliche Perfektion manifestiert bis in jedes Detail auch handwerkliche Seriosität und Kompetenz.
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